Auf einem ca. 3 ha großen Grundstück in der Gemarkung Loderbach (Gemeinde Berg) entstand eine PV-Anlage mit einer Gesamtnennleistung von ca. 4,4 MW. Im Beisein der Jurenergie-Projektmanagerin Bettina Hollweck, des Technik-Vorstands Oliver Nowotny sowie Vertretern der Bayernwerke wurde die Anlage freigeschalten. „Wir werden mit dieser Anlage pro Jahr ca. 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren“, so Projektmanagerin Bettina Hollweck, „damit können rechnerisch mehr als 1.000 durchschnittliche 4-Personen-Haushalte ihren Strombedarf decken.“
Da die Grundstücksfläche direkt an der Bundesautobahn liegt, handelt es sich um eine sog. Konversionsfläche, für die planungsrechtlich eine Privilegierung zum Zwecke der Energieerzeugung besteht. Es bedurfte damit keiner gemeindlichen Bauleitplanung.
Als Bürger- und Kommunalgenossenschaft war es für die Jurenergie eG dennoch selbstverständlich, insbesondere und vorrangig den Bewohnern der Gemeinde Berg eine unmittelbare Beteiligungsmöglichkeit zu bieten. „Wir stehen für eine echte Bürgerbeteiligung, bei der die Bürger Miteigentümer der Anlagen werden und nicht nur Zinszahlungen erhalten, wie z.B. bei Nachrangdarlehen“, so Vorstand Oliver Nowotny. Doch nicht nur Eigentum erwerben die Mitglieder beim Beitritt zur Jurenergie eG, sie haben satzungsmäßig auch maßgebliche Mitwirkungs- und Gestaltungsrechte innerhalb der Genossenschaft.
Im Zuge des Loderbacher PV-Projekts haben wir dementsprechend neue Anteile im Gesamtvolumen von 750.000 € zur Zeichnung angeboten. Die Nachfrage war um ein Vielfaches höher. „Obwohl wir vorweg schon Höchstgrenzen pro Person für die Zeichnung gesetzt hatten, beliefen sich die Zeichnungswünsche auf ein Volumen von fast 2 Millionen €“, erläutert Vorstand und Geschäftsführer Michael Vogel.
Die nicht erfüllten Zeichnungswünsche müssen sich daher noch etwas gedulden, bis das nächste Projekt in die unmittelbare Realisierung kommt.
Jurenergie eG
Nürnberger Straße 35
92318 Neumarkt